Dr.
Baldur R. Ebertin, Diplom-Psychologe, Heilpraktiker, Autor
Schmerzen als
Warnsignale von Körper und Seele
Zahnschmerzen! Wer kommt
nicht auf die Idee, den Zahnarzt aufsuchen zu müssen?
Halsschmerzen! Wer denkt nicht an eine Angina, die mit Gurgeln, Umschlägen,
Bettruhe und nebenschädenfreien Heilmitteln behandelt werden sollte?
Schmerzen in den Muskeln, den Gelenken, im Rücken! Wer überlegt da
nicht, ob er sich verhoben oder überanstrengt hat, an Rheuma oder Abnützungserscheinungen
leidet?
Gerade in einem Kurort wie Bad Wildbad mit seinen seit dem Mittelalter berühmten
Heilquellen werden besondere Anstrengungen unternommen, dem Kurgast und Patienten
wieder auf die Beine, auf die Sprünge, zu helfen,
die heilenden Kräfte der Thermalquellen, die physiothera-peutischen Behandlungen
wie Bäder, Massagen, Krankengymnastik bis hin zur psychologischen Beratung
und Psychotherapie optimal zur Regeneration und Rehabilitation einzusetzen.
Nicht erst seit den
Anfängen der Tiefenpsychologie um 1900 mit der Veröffentlichung des
Buches Traumdeutung von Sigmund Freud und den zunehmenden psychosomatischen
Überlegungen in der Heilkunde wissen wir, daß körperlicher Schmerz
und Organ-Erkrankungen auch seelische Hintergründe haben können.
Der Volksmund hat schon seit Urzeiten Worte geprägt, die den engen Zusammenhang
zwischen körperlichem und seelisch-geistigem Geschehen im Menschen verdeutlichen.
Dazu einige Beispiele:
Erkrankungen des Bewegungsapparates
wie beispielsweise Gehstörungen,
Verspannungen
und Verkrampfungen, Lähmungen oder nur Schmerzen in den Muskeln,
den Gelenken, der Wirbelsäule können Überlegungen entstehen lassen,
ob es in der bisherigen Vergangenheit Umstände gab, die eine einengende,
eingrenzende, behindernde oder lähmende Wirkung auf eigene Wünsche
und Initiativen hatten.
Ein zu hohes Maß an Kompromissen und Verzichtsleistungen gegenüber
anderen Menschen, moralische Verpflichtungen, erpresserisches Verhalten in der
Erziehung bis hin zu überstrengen religiösen Forderungen können
Hintergründe für gravierende körperliche und seelische Fehlhaltungen
wie z. B. Angstzustände, Schlafstörungen, Depressionen sein.
Eine erste Hilfe, solche Zusammenhänge aufzudecken, kann das Aufschreiben
der eigenen Lebensgeschichte sein. Aber wie?
Für alle 5 Lebensjahre bereitet man einen Bogen Din A 4 vor und schreibt
sich von der Seele, wie man das Verhalten und den Charakter der Eltern
und Geschwister wie auch anderer Beziehungspersonen aus Kindheit, Jugend und
Erwachsenenalter erlebt hat und inwieweit sie charakter- und schicksalsprägend
gewirkt haben können. Man denke nur an meist unbewußte Codierungen,
die sich in Worten äußerten wie
Sündenbock, Versager, Dummkopf, Pechvogel,
Eckensteher, Einzelgänger, Mauerblümchen
und die engen Zusammenhänge zwischen häufigen Kränkungen und
im Laufe der Zeit entstandenen seelisch-körperlichen Erkrankungen bis hin
zu Unfällen und Selbstmord-Ideen.
Der Blick zurück
in die eigene Vergangenheit hilft oft herauszufinden, was im bisherigen Leben
eine krankmachende und vielleicht sogar zerstörerische Wirkung entfachte.
Ein zweiter Schritt muß dann die Verarbeitung des Erlebten sein.
Das Beachten und Aufschreiben der Träume, das Gespräch mit einem Vertrauten,
ggf. die psychologische Beratung bis hin zur psychotherapeutischen Behandlung
können wesentlich mit dazu beitragen, seelische und körperliche Wunden
und Narben der Vergangenheit zu erkennen und sich von eingeschliffenen Verhaltensweisen
und Krankheitsbildern zu lösen Heilkundliche Maßnahmen können
erst dann voll wirken und heilende Energien entstehen lassen.
Natürlich gibt es auch Schmerzen, die rein körperlich bedingt sind.
In solchen Fällen kann die zunehmend wichtiger werdende und psycho-somatisch
orientierte Schmerz-Therapie helfen.
Weitere Informationen durch:
BREBERTIN@aol.com und das Buch von
Baldur R. Ebertin,
Wenn die Seele den Körper nicht gesunden läßt (272
S., 15 Abb., 20.- DM).